QUEEN ELIZABETH im Trockendock

Heute ist für mich ein persönlicher Traum in Erfüllung gegangen! Gegen Mittag hatte ich eine Audienz bei der Königin. Gemeint ist natürlich das Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth, welches derzeit im Trockendock von Blohm & Voss in Hamburg liegt. Der 294 Meter lange Luxusliner der britischen Traditionsreederei Cunard Line bekommt für rund 30 Millionen Euro eine Schönheitskur. Unter anderem wurden neue Teppiche verlegt und über 1.500 neue Fernseher installiert. Desweiteren wurden viele verschiedene weitere Arbeiten am Rumpf sowie im inneren des Schiffes durchgeführt.

Da ich ja bekanntlich ein riesen Fan von großen Schiffen bin, war es für mich ein unglaublich faszinierendes und beeindruckendes Erlebnis. Ein Kreuzfahrtschiff wie die Queen Elizabeth im Trockendock in Hamburg erlebt man schließlich nicht alle Tage. Ich habe schon viele verschiedene Schiffe gesehen, aber der heutige Tag war ein absolutes Abenteuer! Das zu toppen, dürfte erstmal schwierig werden.

Schon die letzten Tage konnte ich mich vor lauter Aufregung kaum noch auf den Beinen halten und musste stets an den heutigen Tag denken. Heute morgen habe ich dann nochmal meine Ausrüstung gecheckt und habe mich rechtzeitig auf den Weg gemacht um ja pünktlich da zu sein. Am Eingangstor von Blohm & Voss erhielt ich meinen Besucherausweis und wurde zum Dock gefahren. Wow! Dies war mein erster Gedanke als ich aus dem Auto stieg. Was für ein riesen Pott! Es ist einfach ein komplett anderes Erlebnis, wenn man ein so großes Schiff wie die Queen Elizabeth aus nächster Nähe betrachtet. Was von Land aus schon riesig wirkt, war jetzt gefühlte 100 Mal größer. Vor Ort wurde mir eine Begleitperson zur Verfügung gestellt, die mich an meinem Tag begleiten sollte und auf alle meine Fragen eine Antwort hatte. Ihr Name war Katie. Sie ist die Assistentin der Kundenbetreuung und kam aus London. Dass sie absolut kein deutsch sprach war für mich kein Problem. Meine erste Frage lautete: Can I stay here for ever? Das Eis war relativ schnell gebrochen und es ging los.

Den schönsten Blick auf das Schiff hatte man vorne am Bug. Man sieht die Brücke, den Rumpf und die gewaltige Bugwulst. Toll. So in etwa habe ich mir das vorgestellt. Alles um das Schiff herum wirkte wie Spielzeug. Diese winzigen Menschen, die unten im Dock umher liefen, wirkten wie Ameisen, die auf der Suche nach etwas brauchbarem sind. Ich kann es gar nicht oft genug sagen: BEEINDRUCKEND!

Während wir um das Schiff herumliefen, zogen die großen Krane ihre Kreise und bewegen sich vor und zurück. Ich hatte kurzzeitig ein mulmiges Gefühl, als plötzlich eine dieser großen Stahlkonstruktionen über mir hinweg fuhr, aber es konnte ja nichts passieren. Zur Not habe ich ja noch einen Helm auf  🙂

Die Schiffsschrauben am Heck waren leider abgedeckt. Insgeheim hatte ich gehofft, auch nach unten ins Dock gehen zu können, dies war vor Ort allerdings aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Zu gerne hätte ich direkt vorne am Bug ein paar Bilder gemacht. Nach unserem Rundgang durch die Werft und um das Schiff herum hatte ich dann noch die große Ehre an Bord gehen zu dürfen. Jan Sieg auf der Queen Elizabeth! So gefällt mir das. Der Zeitplan war allerdings sehr knapp bemessen und wir hatten nur knapp 20 Minuten Zeit. Es reichte um zu erahnen, wie es wohl aussieht, wenn alles fertig ist. Im Schiffsinneren sah es aus wie auf einer Baustelle. Unzählige Arbeiter aus allen Nationen liefen durch die Gegend. Es lagen keine Teppiche auf dem Boden, alle Wände waren abgeklebt und überall standen verschiedene Werkzeuge und Utensilien herum. Im Fahrstuhl konnte ich sehen, dass es an Bord neun Etagen gibt. Wahnsinn…vom Prunk und Glanz, den man von Fotos und aus Büchern kennt, ist hier nichts zu sehen, da alles wie eine Mumie verpackt war, damit keine Schäden entstehen konnten. Trotzdem konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie nobel es aussieht, wenn die Queen Elizabeth wieder auf Reisen geht. Die Gänge und Flure an Bord sind endlos lang, alleine würde ich mich dort wahrscheinlich verlaufen. Wie gut das Katie dabei war. Der Rundgang an Bord war leider viel zu schnell vorbei. Hier ein Treppenhaus, da ein Theater, dahinter ein Restaurant. Oben an Deck hatte ich einen tollen Ausblick auf den Pool, auf das Oberdeck und den Schornstein. Von dort hatte man einen eine völlig neue Perspektive auf die Hamburger Skyline.

Dann ging es auch schon wieder durch die ganzen Treppenhäuser nach unten zum Ausgang. Viele schöne Eindrücke und Ansichten boten sich mir an diesem Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Ein ganz besonderer Dank geht an die Blohm & Voss GmbH sowie an die britische Reederei Cunard Line! Thanks for that amaizing adventure! I will never forget it!

Nachtrag: Am 12 Juni wird in Hamburg die Mein Schiff 3 in der Hafen City getauft. Dort werde ich dann vor Ort sein und hier im Anschluss Fotos vom Inneren des Schiffes, der Taufzeremonie sowie vom abschließenden Feuerwerk präsentieren. Am 19. Juli findet dann noch das Jubiläum: 10 Jahre Queen Mary 2 in Hamburg statt. Weitere Informationen darüber finden Sie hier

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