Einlaufparade auf der Fregatte Brandenburg

In diesem Jahr konnte ich erstmals die Einlaufparade zum 827. Hafengeburtstags vom Wasser aus erleben. Mit einem Shuttlebus ging es am frühen Donnerstagmorgen um 06:00 Uhr vom Hamburger Hauptbahnhof nach Cuxhaven. Dort lag die Fregatte Brandenburg vor Anker. Mein vorübergehendes Zuhause für die nächsten 8 Stunden auf See.

Die Fregatte Brandenburg ist ursprünglich für die U-Bootjagd sowie für die Führung eines Verbandes konzipiert. Das Schiff ist 139 Meter lang, 16 Meter breit und verfügt über eine Besatzung in Höhe von 218 Männern und Frauen. Viele der heutigen 200 Gäste an Bord sind Familienangehörige der Besatzungsmitglieder, darunter auch einige Journalisten und Fotografen.

Gegen 09:00 Uhr erreichten wir Cuxhaven. Nach einer vorherigen Registrierung an Bord machten wir uns rund 30 Minuten später auf den Weg in Richtung Hamburg. Nach einer kurzen Ansprache und Begrüßung an Bord, erfuhr ich dass die Fregatte Brandenburg das diesjährige Führungsschiff der Einlaufparade sein wird.

Das Wetter hätte nicht besser sein können. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Ideale Voraussetzungen für einen tollen und erlebnisreichen Tag auf der Elbe. Nachdem alle Gäste an Bord waren und die letzten Lebensmittel und Getränke im Lagerraum verstaut wurden ging es los.

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Die Fregatte an ihrem Liegeplatz in Cuxhaven

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Nach einem Kaffee auf dem Flugdeck habe ich erstmal das Schiff erkundigt

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Mit Volldampf Richtung Hamburg

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Vorne am Bug stand ein 76 mm Geschütz

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Kurz vor Brunsbüttel kam der Katamaran „Explorer“ an unsere Steuerbordseite…

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…und der Elblotse kam zu uns an Bord

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Da wir das Führungsschiff waren, hatten wir das große Glück, dass alle Teilnehmer der Einlaufparade vorher an uns vorbei mussten. Ideal also, um alle Großsegler und anderweitige Schiffe einzeln fotografieren zu können. Der erste Kandidat war die „Cap San Diego“.

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Die „Cap San Diego“ ist ein echtes Hamburger Urgestein. Sie wurde 1961 in Finkenwerder gebaut.

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Die „Cap San Diego“ ist das größte fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt

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Wann immer wir uns einem weiteren Schiff näherten, wurde wir mittels Lautsprecherdurchsage über den Namen sowie einiger Details darüber hinformiert. So konnten wir kein einziges Schiff verpassen. Hier zu sehen ist die „Alexander von Humboldt II“. Hinten links am Horizont die „Mackinac Bridge“.

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Die „Alexander von Humboldt II“ kennt man unter anderem aus der Beck-Bier-Werbung. Sie verfügt über knapp 1.400 Quadratmeter Segelfläche.

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Das Containerschiff „Mackinac Bridge“ ist 366 Meter lang und kommt vom Containerterminal Tollerort. Aktuell ist sie auf dem Weg nach Antwerpen.

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Dieser Neubau hat Platz für rund 14.000 Standardcontainer

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Ein schöner Größenvergleich

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Kurz dahinter folgten die etwas kleineren Schiffe „MSC Carmen“ und „Vancouver Express“

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Kurz vor Stade überholten wir ein Boot der Küstenwache

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Unmittelbar vor den Hochspannungsleitungen lag die Kruzenshtern vor Anker…

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…eine 115 Meter lange Viermaststahlbark. Sie lief 1926 vom Stapel und ist somit stolze 90 Jahre alt.

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Es ging weiter unter den Hochspannungsleitungen hindurch

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Das polnische Segelschulschiff „Dar Mlodziezy“. Ein Dreimastvollschiff für angehende Offiziere der Handelsmarine. Sie lief 1982 vom Stapel und ist genauso alt wie ich. Links das alte Feuerschiff „Elbe 1“.

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Das russische Segelschulschiff „Mir“ vor dem Yachthafen in Wedel

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Das 1987 gebaute Schiff ist 109 Meter lang und hat eine Segelfläche von 2.700 Quadratmetern

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Vorbei am Willkomm-Höft. An dieser Stelle einen netten Gruß an den Begrüßungskapitän Herrn Hoffmann, welcher an diesem sonnigen Tag frei hatte und trotzdem zur Einlaufparade an der Elbe stand.

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Die „Santa Maria Manuela“. Sie wird am Sonntag die Auslaufparade anführen.

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Immer wieder trafen wir auf winkende und gut gelaunte Menschen. Kein Wunder bei dem Wetter!

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Blankenese war in Sicht

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Das Dampfschiff „Freya“ ist ein 1905 gebauter Seitenraddampfer

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Die Lotsen haben an diesem Wochenende viel zu tun

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Ein kurzer Blick nach vorne. Alle Schiffe mussten sich hinter uns einordnen.

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Oben rechts das Hotel-Restaurant „Süllberg“

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Das Segelschiff „Thalassa“ vor traumhafter Kulisse

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Der winkende Herr links begrüßte uns mit den Worten „Willkommen in Hamburg“

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Von der Kommandobrücke kam per Lausprecherdurchsage: „Wir passieren jetzt das Treppenviertel in Blankenese. Wenn Sie hier ein Haus besitzen, dann herzlichen Glückwunsch“.

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Eine große Hamburg-Flagge am Ponton Op’n Bullen

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Viele schöne Häuser im Treppenviertel

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Ein letzter Blick auf Blankenese. Links unten sieht man die Silhouette der Fregatte Brandenburg.

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Das Hotel Louis C. Jacob

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Unser Begleiter die „Bürgermeister Weichmann“ der Hamburger Wasserschutzpolizei

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Ein weiterer Begleiter ist die „Bugsier 7“. Sie wird uns später beim Drehen und Anlegen assistieren.

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Alle Teilnehmer der Einlaufparade sind dicht hinter uns

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Die Besatzungsmitglieder der Fregatte positionierten sich an der Backbordseite

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Land unter an der Strandperle. An der Elbe war kein Platz mehr frei. Ab jetzt wurde es überall brechend voll.

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Wer keinen Platz mehr findet der muss kreativ sein. Dieser Van-Carrier-Fahrer hat es sich auf seinem Arbeitsgerät gemütlich gemacht. Können Sie ihn sehen?

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Im Köhlbrand versammelten sich zahlreiche kleinere Boote und Segelschiffe, die nur darauf warteten sich uns anzuschließen

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Auch am Dockland wieder das gleiche Bild. Zahlreiche Menschen am Ufer.

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Brechend voll am Fischmarkt. Wer hier einen Platz haben möchte, muss früh da sein. Es wird aber noch schlimmer!

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Die Hafenstraße

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Bereits am ersten Tag des Hafengeburtstags wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt: 350.000 Menschen

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An den Landungsbrücken geht nichts mehr. Beachten Sie die Menschenmassen oben am Stintfang, links vom Pegelturm.

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An Bord der Fregatte waren alle überglücklich, dass wir so viel Platz und Bewegungsfreiheit hatten

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Das Museumsschiff „Rickmer Rickmers“ mit dem Michel im Hintergrund

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Und noch mehr Menschen…

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Egal ob Diagonal, Horizontal oder Vertikal…jeder Platz der vorhanden war wurde ausgenutzt

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In der HafenCity lag die „Caribbean Princess“

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Hinter uns der britische Zerstörer „HMS Duncan“

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Die „Bugsier 7“ half uns beim Anlegen an der Überseebrücke

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Das letzte Foto von der Einlaufparade des 827. Hafengeburtstags in Hamburg

Ein ganz besonderer Dank geht an Kerstin. Ohne Dich wäre dieser tolle Tag überhaupt nicht möglich gewesen. Vielen Dank! Ebenfalls müsste ich mich bei der Bundeswehr insbesondere bei der Marine für die Mitfahrt bedanken. Es war ein tolles und sehr inspirierendes Erlebnis. Außerdem ein großes Dankeschön an alle Besatzungsmitglieder der Fregatte Brandenburg, welche durchgehend freundlich und hilfsbereit waren und für einen absolut reibungslosen Ablauf gesorgt haben.

Last but not least möchte ich dem Wettergott danken, denn er hat es in der Vergangenheit nicht immer gut mit mir gemeint. Vor allem was den Hafengeburtstag betrifft. Danke Petrus!

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