Teil 3 – Von jetzt an nur noch Wasser

Wir haben Southampton hinter uns gelassen. Das englische Festland war nur noch in weiter Ferne zu sehen. Für den Rest des Tages bekam ich kein Land mehr sehen, nur noch Wasser, Wolken und ein Gefühl unendlicher Freiheit.

Das RoRo Schiff „Grande Europa“ fuhr einige hundert Metern an uns vorbei, wahrscheinlich in Richtung Southampton. Die Farben der „Grande Europa“ kamen besonders gut in Verbindung mit dem grünen Wasser und dem blauen Himmel zur Geltung. Ich mag diese Art von Schiffen. Das Wetter wurde immer besser und ich startete einen kleinen Rundgang um das Schiff herum, was in etwa einer Strecke von 900 Metern entspricht. Die See war sehr ruhig und man hört kaum irgendwelche Geräusche, nur das Rauschen der Wellen. Ein toller Moment!

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Am Achterdeck sah man das aufgewühlte Wasser der Schiffsschraube. Es war faszinierend zu sehen, wie schnell sich die Farben des Wasser veränderten. In Southampton war es noch hellgrün,  auf dem Weg zum englischen Kanal ging es langsam ins blaue über und später auf der Nordsee war es fast schwarz.

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Vom unteren Achterdeck ging es weiter Richtung Brücke. 249 Meter geradeaus. Der Wind peitschte mir ins Gesicht. Ich kann nur immer wieder wiederholen, wie entspannt und faszinierend diese Ruhe ist. Ein fast 400 Meter langes Containerschiff mit 87.000 PS schwebt fast geräuschlos über das Wasser.

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 Von der Brücke aus sind es noch einmal 149 Meter bis zum Bug

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Da es noch etwas windig war, hatte ich mit dem Kapitän ausgemacht, dass ich erst ab der Elbmündung auf den Vordermast klettern dürfe

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Vorbei an zahlreichen Containern ging es erstmal wieder zurück in Richtung Brücke

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Es ertönte eine Lautsprecherdurchsage, dass die Zeit umgestellt wurde. Ab jetzt waren wir nicht mehr eine Stunde zurück

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Über die Außentreppen ging es wieder nach oben auf die Brücke

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Die grauen Wolken jetzt endgültig verschwunden. Ich hatte noch die einen so klaren und blauen Himmel gesehen

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Am heutigen Tag hatte ich außer der „Grande Europa“ nur noch drei weitere Schiffe gesehen. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich auf mehrere gehofft. Vielleicht ein Triple-E Schiff von Maersk oder irgendetwas anderes in der Größenordnung

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Beim genauen Betrachten sieht man die Silhouette unseres Schiffes auf den Wellen

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Die Reise ging mit 13 Knoten weiter auf die offene See hinaus

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Ein kurzer Blick nach hinten. Wunderschön!

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Der erste Sonnenuntergang auf dem Meer war leider etwas enttäuschend, denn am Abend zogen wieder große Regenwolken auf. Der richtige Sonnenuntergang, wie er im Buche steht, sollte aber noch kommen. Morgen!

Jetzt gibt es noch eine kleine Auswahl von verschiedenen Aufnahmen vom heutigen Tag in der Übersicht.

 Hier geht es weiter zu Teil 4: Der Maschinenraum